Palast der Künste
Das Gebäude wird - dem Grundkonzept der gemeinsamen Präsenz der Kunstgattungen entsprechend - ständige Bewohner haben: das Ludwig Museum, das Orchester, den Chor und die Notensammlung der Nationalphilharmonie, sowie das Nationale Tanztheater. Zugleich aber stehen die Räume unter dem gemeinsamen Dach, beispielsweise der fast fünfhundert Zuschauer fassende Theatersaal im östlichen Drittel des Gebäudekomplexes, oder der moderne Nationale Konzertsaal mit über 1800 Plätzen, und andere repräsentative, multifunktionale Räumlichkeiten stehen allen Akteuren des ungarischen kulturellen und wirtschaftlichen Lebens offen. Im Haus werden neben den international bekannten Weltstars der hier "heimischen" Hauptgattungen - der Musik, des Tanzes und der bildenden Künste - auch junge, aufstrebende Talente die Möglichkeit bekommen, sich zu präsentieren.
Der sehenswerte Gebäudekomplex des Palastes der Künste liegt auf einer Grundfläche von über 10.000 Quadratmetern am Pester Brückenkopf der Lágymányosi Brücke, direkt neben dem Nationaltheater. Im Inneren misst das Haus 70 000 Quadratmeter: wenn das Publikum alle seine Teile gleichzeitig füllen würde, hätte die gesamte Einwohnerschaft eines mittelgroßen Dorfes, etwa 4.500 Personen darin Platz. Unter einem gemeinsamen Dach und mit einer ebenfalls gemeinsamen imposanten Empfangshalle befinden sich drei Haupteinheiten hier, das Ludwig Museum, der Nationale Konzertsaal und ein auch den höchsten akustischen Anforderungen entsprechender Theatersaal, das Festivaltheater. Außer diesen Hauptattraktionen und deren Diensträume findet hier der Besucher die verschiedensten Möglichkeiten, sich zu unterhalten oder zu erholen: Buffets, ein Restaurant, ein Kaffeehaus, ein Internetcafé, herrliche Panoramaterrassen, Souvenir- und Buchläden.
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Das Parlament
Das 265m lange Gebäude mit seinen vorzüglichen Proportionen bestimmt das Pester Bild des Donauufers. Der Architekt Imre Steindl hat sich das neogotische Gebäude des Londoner Parlaments, den sogenannten Parlamentsstil zum Vorbild genommen, als er das Symbol des der ungarischen Verfassungsschöpfung gewidmeten "Haus des Landes" erträumte. Mit dem Bau begann man 1884, die Vorbereitungen beendete man zur Millenniumsfeier der 1000-jährigen Landnahme der Ungarn, ganz fertig gestellt wurde es erst 1902.
Seine innenarchitektonischen Lösungen passen gut zu dem Stil des Gebäudes. Historischer Klassizismus, die monumentalen Fresken und Wandbilder geschichtlichen Gegenstands - u. a. Werke von Mihály Munkácsy, Károly Lotz und Gyula Rudnay -, die reichen Verzierungen mit Gold schaffen ein würdiges Äußeres für die feierliche Stimmung des Ortes der ungarischen Gesetzgebung.
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