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Offenes Europa
Wie schon der Titel erahnen lässt, befasste sich die Konferenz mit zwei
Themen. Ein bedeutender Teil der Zeit wurde dem Thema "Offenes
Europa" gewidmet, wobei die an die Begriffen der "kulturellen
Demokratisierung" und der "kulturellen Demokratie" anknüpfenden
Theorien und die Praxis untersucht wurden. Die Diskussionen konzentrierten
sich auf Fragen von Zugang, Chancengleichheit und Teilnahme im kulturellen
Bereich. Mit besonderem Nachdruck wurden die Probleme behandelt, welche
sich insbesondere aus den unterschiedlichen Dimensionen der tiefgehenden
kulturellen Differenzen der Völker Mittel- und Osteuropas ergeben.
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Horizont 2020
Die Konferenz bietete auch für Zukunftsvisionen eine Plattform. Die letzten
Jahre brachten nämlich auch für hohe Amtsträger viele Herausforderungen:
internationale und globale Spannungen, Vorbereitungsarbeiten zur europäischen
Verfassung, Osterweiterung und Pläne für die Periode 2007-2013,
usw. Die Tagung in Budapest setzte sich unter anderem das Ziel, die Aufmerksamkeit
der Konferenzteilnehmer, nicht zuletzt der eingeladenen Minister und der
hohen Amtsträger der Europäischen Kommission, von ihren drängenden
Alltagsaufgaben abzulenken, und auf Visionen der noch nicht unmittelbaren,
aber auch nicht allzu fernen Zukunft der europäischen Kultur um 2020
zu richten.
Die eingeladenen hervorragenden Intellektuellen und Künstler stellten
die Zukunft der europäischen Kultur am Horizont von 2020 aus verschiedenen
Gesichtspunkten dar, und diskutierten unter diesen selbstverständlich
auch die Aussichten der kulturellen Demokratie. Die Konferenzredner handelten
natürlich auch andere, z. B. anthropologische, demographische, technologische,
ökonomische und sicherheitliche Faktoren sowie die interne Dynamik
der Künste ab. Wir hoffen, dass dieser Versuch der Eröffnung
von Zukunftsperspektiven den Entscheidungsträgern und kulturellen
Akteuren erleichtern wird, die Alltagsangelegenheiten in einer klareren
Perspektive zu betrachten.
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Aufbau der Konferenz
"Offenes Europa? Horizont 2020" verwendete die
durch die Berliner und Pariser Konferenzen eingeführte Tradition
und die Jahrestagung der EFAH dazu, in den Themen der Konferenz nachhaltige
Ergebnisse, Äußerungen, Vorschläge usw. zu erzielen. Die
Zahl der eingeladenen Sprecher wurde beschränkt, damit möglichst
viel Zeit und Möglichkeit für Debatten und Dialogen bleibt,
in die so viele Teilnehmer einbezogen werden konnten. Für delegierte
Minister wurden auch Sonderarbeitbesprechungen vorbereitet. Die Sitzungen
der Konferenz standen zugleich von kulturellen Organisatoren zu den Ministern
für jeden registrierten Teilnehmer geöffnet. Die Sprache der
Arbeitssitzungen war Englisch, auf den Plenarsitzungen wurden englisch-deutsche,
englisch-französische und englisch-ungarische Simultanübersetzung
gewährt.
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